Freie Stellen im Bereich des Internets der Dinge

Ein Gerät ist nur ein Gerät – bis es intelligent wird.

So kann eine Klimaanlage, die mit dem Internet oder einem privaten Netzwerk verbunden ist,  ganz bequem über eine App auf dem Handy gesteuert werden. Das vereinfacht nicht nur unser Leben, sondern verbessert auch die Leistung der Klimaanlage. Was ist das Endziel im Zeitalter der Hyperkonnektivität? Ein intelligentes Zuhause oder einen intelligenten Arbeitsplatz mit internetfähigen Geräten zu schaffen, indem digitale Daten mit der physischen Welt verbunden werden.

Das Internet der Dinge (IoT) besteht mittlerweile aus über 30 Milliarden Gegenstände, die digital vernetzt sind. Dank des technologischen Fortschritts wird diese Zahl noch weiter wachsen. Die wachsende IoT-Branche und die steigende Nachfrage führen dazu, dass das Stellenangebot in dieser Branche immer weiter wächst und auch kein Ende absehbar ist. 

Im Jahr 2019 implementierten 61% der Unternehmen weltweit IoT-Anwendungen. 

Deshalb hat Distrelec die Unternehmen mit IoT-Stellen, die aktiven Stellenangebote weltweit und die begehrtesten Stellen im Jahr 2022 analysiert und ausgewertet.

Allein im März dieses Jahres wurden weltweit fast 23.000 IoT-Stellen neu ausgeschrieben, darunter Firmware-Entwicklungsingenieure, Systemingenieure, UI-Designer. Im selben Monat wurden 19.224 Stellen geschlossen, während es insgesamt 53.181 offene Angebote gab, was zeigt, dass IoT-Spezialisten sehr gefragt sind.

Obwohl die Zahl der neuen Stellenangebote im April dieses Jahres leicht gesunken ist, ist auch die Zahl der geschlossenen Stellen leicht zurückgegangen, so dass die Zahl der aktiven Stellenangebote mit 53.192 immer noch leicht gestiegen ist. Im Vergleich dazu wurden im Mai mit 20.436 Stellenbesetzungen im Bereich IoT die meisten Stellen geschlossen.

Von den 100 weltweit führenden IoT-Unternehmen ist etwas mehr als die Hälfte in den USA ansässig. Die Unternehmen PTC, Intel und Honeywell sind alle in den Top 10 vertreten. PTC, das 2017 zum “Unternehmen des Jahres für das industrielle Internet der Dinge” gekürt wurde und weltweit für seine ThingWorx-Technologie bekannt ist, hatte einen grossen Einfluss auf die digitale Transformation. Diese Technologie ist inzwischen im industriellen IoT weit verbreitet und hilft bei der Entwicklung intelligenter Produkte und Lösungen. 

Laut einer Studie von Intel werden im Jahr 2025 voraussichtlich 55 % aller Daten über das Internet der Dinge generiert werden, und im Jahr 2023 werden voraussichtlich 43 % der KI-Aufgaben auf Edge-Geräten stattfinden. Als Reaktion darauf hat das Unternehmen Prozessoren für IoT-Anwendungen entwickelt. Honeywell mit Sitz im US-Bundesstaat North Carolina ist hauptsächlich in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Gebäudetechnik und Produktivitätslösungen tätig. Mit seinen Produkten, die von Luftstromsensoren bis hin zu Schnappschaltern reichen, steht das Unternehmen weltweit auf Platz 6 für IoT-Lösungen. 

Deutschland folgt mit 11 Unternehmen, die in der Liste vertreten sind. Siemens, mit Hauptsitz in München und Berlin, belegt weltweit den ersten Platz. Das Cloud-basierte IoT-Betriebssystem MindSphere von Siemens ermöglicht es Nutzern Daten von Sensoren in Echtzeit zu sammeln und wird daher vor allem im Industrie- und Fertigungssektor eingesetzt.

Ebenfalls in der Liste vertreten ist SAP, das eine Business Technology Platform anbietet, und Bosch, das mit der Bosch IoT Suite” eine Softwareplattform entwickelt hat, die den Anwendern die technologische Basis für IoT-Lösungen bietet.

In Japan sind derzeit sechs Unternehmen in den Top 100 vertreten, wobei Mitsubishi Electric den ersten Platz im Land belegt. Und in ChinaistHuaweider Spitzenreiter. 

Zu den britischen Unternehmen unter den Top 100 gehören Vodafone, Arm, Telit und Eseye. Vodafone ist laut dieser Liste der am besten bewertete IoT-Anbieter im Vereinigten Königreich und hat kürzlich als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie eine neue “Vodafone Wärmebildkamera” auf den Markt gebracht, die Arbeitgebern helfen soll, eine erhöhte Körpertemperatur bei ihren Mitarbeitern sicher und zuverlässig zu erkennen. Neben “Smart Offices” für Büroangestellte wird die Technologie von Vodafone auch zur Ortung von Krankenwagen und anderen Notfallfahrzeugen im Gesundheitswesen eingesetzt. 

Als Spezialist für die Industrie und Fertigung ist Siemens das weltweit führende IoT-Unternehmen für vernetzte Maschinen. Das Angebot ist in Hardware, Software und Dienstleistungen unterteilt. Mithilfe der MindSphere-Software können Fertigungsfachkräfte auf Erkenntnisse aus der Praxis zugreifen und Feedback in Echtzeit erhalten.

ABB, mit Sitz in der Schweiz, ist ein Anbieter von industriellen IoT-Anwendungen. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der vernetzten Öl- und Gasförderung. Doch die Anwendungen wurden auf die Vernetzung von erneuerbaren Energien, Schiffen, Bergwerken und Papierfabriken sowie anderen Industriezweigen ausgeweitet.

Der amerikanische Anbieter von Industrieautomation, Rockwell Automation, belegt den dritten Platz. Ziel des Unternehmens ist es die Welt durch IoT-Lösungen produktiver und nachhaltiger zu machen, von der Infrastruktur zur Zellstoff-und Papierindustrie. 

General Electric, ebenfalls in den USA ansässig, bietet Dienstleistungen, Lösungen und Ausrüstung für den Energiesektor an. GE Digital, eine Tochtergesellschaft des multinationalen Mischkonzerns, nutzt seine „Predix Platform”-Technologie, um Anwendungen wie Asset Performance Management (APM) und Operations Performance Management (OPM) zu hosten und den Nutzern Datenkonnektivität und Analyseverarbeitung zu bieten. 

Bei der Betrachtung der begehrtesten IoT-Jobs steht der Ingenieur an erster Stelle: 30,20 % der untersuchten Stellen enthalten diese Bezeichnung, vor allem IoT-Forschungsingenieure und IoT-Softwareingenieure. Forschungsingenieure liefern datengestützte Lösungen, während sie Produkte, Verfahren oder Technologien entwickeln. 

Auf die Automatisierung entfielen 16,60 % der ausgeschriebenen Stellen, einschliesslich der Stelle eines technischen Automatisierungsberaters. Der Automatisierungsberater begleitet als spezialisierter Ingenieur die Wartung von industriellen Automatisierungssystemen von der Planung bis zur Installation.  

An dritter Stelle steht die Software. Software-Ingenieure sind für die Erstellung von Desktop-, mobilen und webbasierten Anwendungen verantwortlich. Je nach Erfahrung liegt das Jahresgehalt zwischen 84.020 und 123.000 $.

Weitere wichtigen Positionen in unserer Liste sind Entwickler, Berater, Lösungsarchitekten, Vertriebsmitarbeiter, Kundenbetreuer, wobei die Bereiche Daten, Cloud, UI, Projektmanager, Full Stack, Analysten und Cybersecurity jeweils weniger als 5 % der offenen Stellen ausmachen. 

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Quellen

Die Daten zur Gesamtzahl der IoT-Arbeitsplätze wurden von www.globaldata.com übernommen. Die besten IoT-Unternehmen wurden aus der IoT ONE Top 500-Liste für 2022 ausgewählt. Die globalen Stellenausschreibungen jedes Unternehmens wurden von jeder Unternehmenswebsite aus analysiert, bis jede Unternehmensgruppe 100 Stellen umfasste oder bis alle Stellenausschreibungen gesammelt worden waren. 

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